Kirchenkonzert am 12. Oktober 2012 in St. Kilian.

Dazu schrieb die "Allgemeine Zeitung Mainz" am 23. Oktober 2012:

 

 

"Klassische Musik auf hohem Niveau präsentierte das Kilian-Ensemble bei seinem Konzert am Sonntag in der katholischen Pfarrkirche Sankt Kilian."

 

"Ein eindrucksvolles Debüt für Christian Münch-Cordellier, der seit Anfang des Jahres den Taktstock bei dem 30-köpfigen Bläser-Ensemble aus dem Rhein-Main-Gebiet schwingt und die Musikfreunde mit einem neuen Programm überraschte.

Dass die Musiker ein großes und anspruchsvolles Repertoire haben,zeigte schon zu Beginn das Trompetenquartett. Von der Empore erklang der erste Satz „Fanfare“ aus dem von Harald Genzmer komponierten Werk „Musik für Bläser“. Die Musik des Komponisten, der die deutsche Hindemith-Schule verkörpert, wird durch eine behutsame Machart und einen spielerischen Grundzug charakterisiert.

 

Einen breiten Raum widmete Münch-Cordellier dem Lebenswerk Georg Friedrich Händels. Die „Feuerwerksmusik“ gehört zu den beliebtesten Klassikern. Das opulente Orchesterwerk erklang 1749 am Londoner Hof anlässlich der Feierlichkeiten nach Abschluss des Aachener Friedens, der die englisch-französischen Feindseligkeiten beendete. Bei der Freilichtveranstaltung waren seinerzeit weit mehr als 240 Blech- und Holzbläser und Streicher im Einsatz. Darunter auch 22 Oboen.Eine spektakuläre Kulisse, die nun aber reduziert werden musste. Die brillante Klangfülle kommt dank der herausragenden Kirchen-Akustik exzellent zum Tragen. Im Vier-Viertel-Takt ertönt das an eine feierliche Prozession erinnernde Adagio der Ouvertüre, unterstützt von den Paukeneinsätzen, das im zweiten Teil mit einem Allegro einen etwas lebhafteren Charakter erfährt. Geradtaktig schließt sich der von den Holzbläsern geschmeidig vorgetragene zweite Satz „Bourree“ an, einem altfranzösischen Tanz nachempfunden. Mit Pauken und Bläsersätzen stimmt das Ensemble den scherzo-artigen Satz „La Réjouissance“ an. Beim abschließenden „Menuett“ ergänzen sich im ersten Durchlaufkongenial Trompeten und Pauken, im zweiten Teil verströmen die Hörner, Fagotten und Oboen eine sphärische Klangwelt. Dass angesichts des beeindruckenden Opus auch zwischen den Sätzen applaudiert wird, nimmmt der Dirigent gelassen hin.

 

Einen düsteren, herben Nordklang verströmt der norwegische Komponist Edvard Grieg mit seinen „Peer-Gynt-Suiten op. 46 und 55,die sich an Ibsens Schauspiel anlehnt. Aus dem Opus 46 hatte das Bläser-Ensemble die viersätzige „Peer Gynt Suite Nr. 1“ ausgewählt.Nach der aufmunternden „Morgenstimmung“ erklang der bedächtige und mythlogisch angehauchte Satz „Aases Tod“. Nach dem verführerischen „Tanz Anitras“ tauchte das Auditorium in die geheimnisumwitterte und mit bombastischem Klangvolumen verströmte„Halle des Bergkönigs“ ein.

 

Der englische Komponist Ralph Vaughan Williams ist in Deutschland hauptsächlich durch sein Frühwerk „Fantasie über ein Thema“ bekannt geworden. Der Tondichter hat sich aber auch mit seinen volkstümlichen Liedern einen Namen gemacht. Dazu gehört die „Folk Song Suite“, die das Bläser-Ensemble mit dem Marsch „Seventeen come Sunday“, dem Intermezzo „My Bonny Boy“ und dem Marsch „Folk Songs from Somerset“ einfühlsam in den pittoresken Klangteppich einzuweben wussten."

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